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Noch mehr Emaille-Techniken…

In unserem letzten Beitrag haben wir fünf der schönsten Emailliertechniken der Geschichte gezeigt. Heute schauen wir uns fünf weitere an

1. Plique-à-jour: Hier wird die Emaille in Zellen angebracht, ein bisschen wie bei Cloisonné (davon hatten wir im letzten Beitrag gesprochen), aber ohne Unterschicht, so dass das Licht durch die transparente Emaille durchscheinen kann und so den Eindruck von Glasmalerei vermittelt. Der Name der Technik ist Französisch für „offen für das Tageslicht“. Es ist ein sehr schwieriger Prozess und erfordert Geduld und Durchhaltevermögen. Die ungarische St. Stephens-Krone (oben) ist ein Beispiel hierfür.

2.Schablonieren: Ich bin sicher, wir erinnern uns alle daran – vom Kunstunterricht in der Grundschule! Das ist die Technik, bei der eine Schablone auf ein Stück Metall gelegt wird und die pulverisierte Emaille darüber gesiebt wird. Man entfernt die Schablone vor dem Brennen und die Emaille bleibt – ein klein wenig abgehoben – in der aufgebrachten Form erhalten.

3Ronde bosse: Diese Technik bedeutet„rundherum“ oder auch „überzogene Emaille“. Hierbei werden Skulpturen oder Formen aus Draht teilweise oder im Ganzen mit Emaille überzogen und dadurch wird eine 3D-Figur erzeugt. Ein historisches Beispiel hierfür ist das Holy Thorn Reliquary (links) aus dem 15. Jahrhundert, das im Britischen Museum zu finden ist.

4. Freihand. Auch „gemalte Emaille“. Hier malt der Künstler einfach das Bild vor dem Brennen auf eine glatte Metall- oder Glasoberfläche.

5. Siebdruck: Seiden-Siebdruck mit Emaille mit einem 150 – 180 cm Maschensieb.

Wir hoffen, Euch haben die letzten zwei Posts gefallen. Wir haben jedenfalls viel Spaß beim Schreiben gehabt! Gerne würden wir von Euch hören, welche Eure Lieblingstechnik ist – oder falls wir eine vergessen haben!

 

Wie Emailleschilder zu ihrer Farbe kommen

Bunte Emaille kann entweder durch leicht zu zerreibendes, buntes Glas hergestellt werden oder durch den Zusatz von bestimmten Mineralstoffen – normalerweise Oxide – zum durchsichtigen Glas.

Die am häufigsten eingesetzten Mineralstoffe sind Metalloxide wie Kobalt (blau), Praseodym (gelb), Eisen (grün), Zinn (strahlend-weiß), Gold (rot) oder Neodym (welches verschiedene Farben von Violett über Dunkelrot bis zu einem warmen Grau erzeugen kann).

Gefärbte Emaille kann opak (deckend), transparent oder transluzent sein, wobei letzteres mehr und mehr „milchig“ wird, je länger es gebrannt wird.

Im Unterschied zu normaler Farbe können nicht verschiedene Farben opaken Emailles gemischt werden, um beispielsweise aus Blau und Gelb ein Grün zu mischen. So kann man wunderbare Hausnummern aus Emaille herstellen.

Stattdessen erzeugen gemischte Emaille-Farben ein schön gesprenkeltes Bild – Blau mit gelben Sprenkeln oder Gelb mit blauen Sprenkeln, je nachdem, wie viel von der Farbe jeweils benutzt wird. Ein sehr erfahrener Künstler kann aber zwei Farben so fein mahlen, dass das Auge getäuscht wird.

Auch das Mischen von opakem und transparentem Emaille in Kombinationen von zwei oder mehr Farben kann phantastische Effekte erzeugen.

So kann zum Beispiel ein opakes Gelb, das mit einem transparenten Blau überzogen wird, einen grünen Effekt erzeugen – aber bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass das Auge, wiedermal, einer Täuschung zum Opfer gefallen ist.

Die Designer mischen oft verschiedene Techniken und stimmen sie neu aufeinander ab – und bringen dadurch wundervolle Farben in ihrer Emaille-Kunst hervor.

Die besten Farben in der Emaille zu erzeugen ist ein sehr spezifisches Können, das in der modernen Zeit leider fast ganz verlorengegangen ist.

 

Eine Emaille – viele Techniken

Sie werden sehen, dass es mehr als nur einen Weg gibt, schöne Emaille herzustellen. Es gibt sogar viele!

Dieses Posting beschreibt fünf der schönsten inklusive Abbildungen:

.1. Cloisonné: Bei dieser Technik werden dünne Drähte so angebracht, dass sie als Barrieren für die verschiedenen Flächen der Emaille wirken, die nach den Drähten aufgebracht wird. Diese Technik ist weit verbreitet in Europa, dem Mittleren Osten und Ost-Asien. Limoges in Frankreich wurde durch seine Cloisonné-Emaille weltberühmt. Die Emaille-Plakette von St. Demetrios (oben) ist ein gutes Beispiel für die Cloisonné-Technik. Für ihre Buchstaben wurde die Champleve-Technik angewandt, die unten beschrieben ist.

2. Champleve: Bei dieser Technik werden in die Oberfläche Vertiefungen eingebracht, die dann vor dem Brennen mit Emaille gefüllt werden, wobei das übrige Metall unbedeckt bleibt. Diese Technik wurde nach dem französischen Wort für „erhöhtes Feld“ benannt.

3. Basse-taille: In dieser Technik ist die Oberfläche des Metalls mit einem leichten Relief geschmückt – oft aus Silber oder Gold -, welches durch das transluzente und transparente Emaille hindurch gesehen werden kann. „Basse-taille“ ist das französische Wort für „tief ausgeschnitten“.


4. Sgraffito: Hier wird eine nicht gebrannte Schicht von Emaille über eine gebrannte Schicht einer kontrastierenden Farbe aufgebracht. Die oberste Schicht wird dann teilweise entfernt, um ein bestimmtes Design zu schaffen. Das Mosaik „Prinzessin der Träume“ am Metropole Hotel in Moskau ist ein prachtvolles Exemplar dieser Technik.

5. Grisaille: Bei dieser Technik wird transluzente Emaille auf einem dunklen Hintergrund (oft blau oder schwarz) aufgebracht und das Design wird monochromatisch aufgebaut, ähnlich wie bei einem Relief. Ein berühmtes Expemplar dieser Technik sind die Stationen des Kreuzes im Notre Dame in Paris (siehe unten).

Wir hoffen, Sie haben diese schönen Beispiele verschiedener Emaille-Techniken genossen. Wir werden im nächsten Posting mehr davon vorstellen!

 

Emaille-Techniken, die im Laufe der Geschichte eingesetzt wurden

Viele Menschen wissen nicht, dass auch die modernen Schilder und Hausnummern aus Emaille auf historischen Emaille-Techniken basieren, die schon seit vielen Jahrhunderten eingesetzt werden.

Viele kennen Cloisonné-Stücke. Das Wort cloisonné bedeutet „Zelle“. Mit Draht wurden Flächen so voneinander abgegrenzt, dass diese mit verschiedenen Farben befüllt und emailliert werden konnten. Nachdem die Drähte auf der Oberfläche angebracht waren, wurde die Emaille auf das Stück aufgetragen. Dies ist auch heutzutage noch eine beliebte Technik und wird bei der Herstellung von Schmuck und anderen komplex gemusterten Stücken eingesetzt.

Auch die Limoges-Emaille ist sehr bekannt. Diese ist nach der französischen Stadt benannt, in der viele Emaille-Stücke hergestellt wurden. Limoges war schon im 12. Jahrhundert ein Zentrum für Emaille-Arbeiten. In Limoges herrschten einige verschiedene Emaille-Stile. Am Anfang wurden Champlevé-Emaille-Stücke produziert, dann aber wurde die Grisaille-Emaille-Technik eingesetzt.

Bei der Champlevé-Emaille werden Vertiefungen in das Metall eingebracht. Diese Vertiefungen werden dann mit Emaille gefüllt und das Stück wird gebrannt. Das Original-Metall ist am fertigen Stück noch sichtbar. Grisaille-Emaille-Stücke haben einen dunklen Hintergrund. Darauf wird transluzente Emaille aufgebracht. Das Resultat ist ein monochromatisches Stück mit Flächen hellerer und dunklerer Emaille.

Moderne Emaille-Techniken können für die Herstellung verschiedenster Schilder eingesetzt werden, z.B. für Namensschilder, Hausschilder oder Hausnummern. Wenn auch das Resultat nicht ganz so kunstvoll ist wie Cloisonné-Schmuck, so sind diese Stücke, die Sie an ihrem Haus anbringen, doch sicherlich Kunstwerke einer ganz eigenen Art.

Warum hand-emaillierte Schilder und Hausnummern wirklich Kunstwerke sind!

Wenn Sie sich ein hand-emailliertes Schild oder Namensschild ansehen, realisieren Sie möglicherweise nicht, dass es in Wirklichkeit ein wahres Kunstwerk ist, das Sie da betrachten. Hand-emaillierte Schilder mögen fast genauso aussehen wie solche, die in automatisierten Prozessen hergestellt wurden – aber in Wirklichkeit sind sie viel komplexer, als es Ihnen bewusst ist, und einzigartig.
Der Herstellungsprozess ist sehr anspruchsvoll. Eine Schablone mit einem Design (wie das eines Buchstabens, einer Hausnummer oder einer Kombination von beidem) wird auf einen metallenen Untergrund angeätzt. Das Ganze wird mit einem Pulver bedeckt, das mit verschiedenen Metalloxiden gefärbt wurde. Das Schild wird dann unter extrem hoher Temperatur gebrannt und das Resultat ist eine glatte, glänzende Oberfläche und eine Farbe, die sich durch die gesamte Beschichtung zieht. Das Design ist nicht nur auf die Oberfläche begrenzt, wie es sich bei Schildern verhält, die einfach bemalt wurden.

Weil alle Arbeiten per Hand ausgeführt werden, bedeutet das, dass jedes Emailleschild oder jede Hausnummer wahrhaft einzigartig ist. Man braucht Erfahrung um zu wissen, wie man das pulverisierte Metall aufbringt und wie das Stück gebrannt werden muss, so dass die Farben so strahlend und schön wie möglich werden.

Das Stück aus Emaille ist also viel haltbarer als jede andere Art von Hausschild. Die Oberfläche nutzt sich nicht in schlechtem Wetter ab, wie es bei einem gemalten Schild geschehen würde. Das Schild bleicht auch nicht aus oder verliert langsam an Farbe, wie es bei einem aus Holz geschehen würde. Sogar Graffitis (Sprühlack) können einfach von der glatten Oberfläche entfernt werden. Der Lack wird nicht in das Schild eindringen können, da die Oberfläche nicht porös ist.

Beweise dafür, wie haltbar Emaille Hausschilder sind, können Sie überall in Europa sehen: Viele der Emaille-Schilder und Hausnummern, die wie neu aussehen, hängen tatsächlich schon seit Jahrzehnten dort – und sie sind immer noch so schön und strahlend wie damals, als sie noch ganz frisch waren.

Weiße Emailleschilder / Slideshow

Französische Emaille-Hausnummern

Blue Enamel House Number

Die schönen blauen Hausnummern mit den dazu passenden blauen Namensschildern sind in bester europäischer Schilder-Tradition. Das Format 11 x 14 cm ist das Original-Format und war über mehr als ein Jahrhundert der Standard. Das gleiche gilt für die tief-blaue Farbe, den Rahmen und die Typografie, die denen der Schilder der 1880er Jahre entspricht. Die ultramarine Hausnummer ist auch bekannt unter dem Namen „Französische Emaille-Hausnummer“, und sie ist ein absolutes Muss für jeden frankophilen Hausbesitzer. Hier können Sie eine blaue Emaille-Hausnummer bestellen.

Deutsche Straßenschilder

Habe diese schönen, klassischen Straßenschilder auf einer Reise durch Deutschland fotografiert. Ich mag die tief-blaue Emaillefarbe wirklich gerne, und auch das typisch deutsche Schriftbild.

Streetsign “Tidenweg”

Streetsign “Dünenweg”

Streetsign “Möwenweg”

Streetsign “Uchtern Strand”

 

Grüne Emailleschilder / Slideshow

Handel und Bettlerei… und noch vieles mehr… verboten!

Handel & Belleri

Hier ist ein lustiges altes Emailleschild auf Dänisch, das ich im Keller meiner Mutter gefunden habe. Ich glaube, mein Vater hat es vor langer Zeit einmal in einem Antiquitätenladen in Kopenhagen gefunden. Das Schild war ursprünglich im Treppenhaus eines Wohnblocks angebracht und sagt:

Handel und Bettlerei, Lieferung von Waren, Laufen mit Holzschuhen auf der Haupttreppe und Parken von Fahrrädern und Kinderwagen sind verboten.