Viele Menschen wissen nicht, dass auch die modernen Schilder und Hausnummern aus Emaille auf historischen Emaille-Techniken basieren, die schon seit vielen Jahrhunderten eingesetzt werden.

Viele kennen Cloisonné-Stücke. Das Wort cloisonné bedeutet „Zelle“. Mit Draht wurden Flächen so voneinander abgegrenzt, dass diese mit verschiedenen Farben befüllt und emailliert werden konnten. Nachdem die Drähte auf der Oberfläche angebracht waren, wurde die Emaille auf das Stück aufgetragen. Dies ist auch heutzutage noch eine beliebte Technik und wird bei der Herstellung von Schmuck und anderen komplex gemusterten Stücken eingesetzt.

Auch die Limoges-Emaille ist sehr bekannt. Diese ist nach der französischen Stadt benannt, in der viele Emaille-Stücke hergestellt wurden. Limoges war schon im 12. Jahrhundert ein Zentrum für Emaille-Arbeiten. In Limoges herrschten einige verschiedene Emaille-Stile. Am Anfang wurden Champlevé-Emaille-Stücke produziert, dann aber wurde die Grisaille-Emaille-Technik eingesetzt.

Bei der Champlevé-Emaille werden Vertiefungen in das Metall eingebracht. Diese Vertiefungen werden dann mit Emaille gefüllt und das Stück wird gebrannt. Das Original-Metall ist am fertigen Stück noch sichtbar. Grisaille-Emaille-Stücke haben einen dunklen Hintergrund. Darauf wird transluzente Emaille aufgebracht. Das Resultat ist ein monochromatisches Stück mit Flächen hellerer und dunklerer Emaille.

Moderne Emaille-Techniken können für die Herstellung verschiedenster Schilder eingesetzt werden, z.B. für Namensschilder, Hausschilder oder Hausnummern. Wenn auch das Resultat nicht ganz so kunstvoll ist wie Cloisonné-Schmuck, so sind diese Stücke, die Sie an ihrem Haus anbringen, doch sicherlich Kunstwerke einer ganz eigenen Art.